Bernie allein unterwegs

Bernie

Allein unterwegs

Bernie allein unterwegs

Bernie von Lüttelbüttel kommt an einem Gründonnerstag nachts um drei beinah mit einem Kopfsprung zur Welt. Paule, sein Herrchen, kann ihn gerade noch auffangen. Zusammen mit seinen vier Geschwistern hat der kleine Bernhardiner zunächst ein wunderbare Zeit auf Paules Hof - bis die Kaufinteressenten kommen. Während alle anderen Welpen in eine neue Familie kommen, wo sie so tolle Aufgaben wie Bewachen und Lebenretten übernehmen sollen, will offenbar niemand den kleinen Bernie haben. Was Bernie nicht versteht: Irgendwie halten ihn alle für hässlich, nur weil er keine Gesichtsmaske hat, wie es sich für einen echten Bernhardiner gehört. Und deswegen soll ihm jetzt das Tierheim oder sogar noch Schlimmeres drohen? Dabei ist sich Bernie sicher, dass er eines Tages genauso groß und stark sein wird wie sein Vater Hugo vom Walde. Es gibt nur eine Möglichkeit: Bernie muss fliehen und sich allein auf die Suche nach einem Menschen machen, dem er beweisen kann, dass er für ihn durchs Feuer gehen würde. Für Bernie beginnt eine abenteuerliche Reise, die ihn erst einmal ans Meer führt. Doch kaum hat der kleine Bernhardiner dort neue Freunde gefunden, gerät er auf einem Kutter in einen schrecklichen Sturm …

Ich war unglücklich und fraß nicht mehr. Sie sollten sich Sorgen um mich machen, ich wollte sehen, ob mich noch irgendjemand wenigstens ein kleines bisschen mochte. Aber Paule und Elfriede merkten von meinem Hungerstreik gar nichts, denn Mama fraß meine Portion immer mit auf und war anschließend jedes Mal äußerst zufrieden.
Also fraß ich wieder. Wenn es keiner mitkriegt, muss man sich nicht quälen. aus: Bernie allein unterwegs
Bernie Geheimnis im Moor

Bernie

Allein unterwegs
Geheimnis im Moor

Bernie allein unterwegs –
Geheimnis im Moor

O-Ton Bernie zum Inhalt: „Moin Moin, ich heiße Bernhard von Lüttelbüttel, und bin ein waschechter Bernhardiner. Das merkt man daran, dass Bernhardiner mutig und hilfsbereit sind und immer Hunger haben. Leider habe ich kein Zuhause und keinen Menschen, der zu mir gehört, daher bin ich unterwegs, auf der Suche nach meinem Vater Hugo vom Walde. Aber ich wollte euch ja erzählen, wie es weiterging auf meiner Wanderschaft. Meine Mutter Emmy hatte gesagt: ‚Halte dich an Kinder!‘, und das hab ich getan. Nun kann man sich auf Schulhöfen von Pausenbroten einigermaßen ernähren, und dabei hab ich meine neuen Freunde, die Kinder Fehime, Jens und Kai kennengelernt, die mich dann in einen Reisebus geschummelt haben und schon ging ich mit auf Klassenfahrt zum Bauernhof von Bauer Blunk. Hundelittchen, das war ein echtes Bernhardinerparadies, ich hab mich bestens amüsiert mit den Kindern und ihrer Lehrerin, die noch verfressener war als ich, mit dem schon ziemlich klapprigen Schäferhund Sigismund, der süßen Gans Gwendolyn und einem Haufen ziemlich hochschnauziger Esel. Es war alles prima, bis dann Jens, Kai, Fehime und die olle Petze Pascal auf die Idee kamen, nachts ins Moor zu gehen, obwohl sie wussten, wie gefährlich das ist. Es tobte auch noch ein fürchterliches Gewitter, und dann passierte etwas ganz Schlimmes, und wie immer hatte ich natürlich eine Idee …, aber das, liebe Freunde, müsst Ihr selber lesen, das will ich hier noch nicht verraten …“

Ich bin der mutigste Bernhardiner der Welt.
Oder besser: Ich will der mutigste Bernhardiner der Welt werden.
Das sagte ich mir am nächsten Tag unentwegt. In jeder Minute. Und je mehr ich mir das einredete, umso nervöser und kribbeliger wurde ich.
Denn ich wusste einfach nicht, ob ich am Abend zusammen mit meinen Freunden ins Moor gehen sollte oder nicht.
Ein Bernhardiner, der jämmerlich im Sumpf versunken ist, nützt niemandem etwas. Am wenigsten seinen Freunden. Meiner Mutter Emmy würde es das Herz brechen. Und mir sowieso.
Das ist jetzt ein ganz großes Geheimnis, aber bitte, sagt es nicht weiter: Ich fürchtete mich ganz entsetzlich. aus: Bernie allein unterwegs –
Geheimnis im Moor

Steckbrief Bernhard von Lüttelbüttel (alias „Bernie“)

Beruf: (wuff!) Lebensretter, Spurenleser, Abenteurer, Weltentdecker, Schuhefresser, Schnarcher, An-den-Baum-Pinkler und Kopfkissen (für kleine Kinder)

Was er mag: (bellt begeistert) Ohrenkraulen (bei mir), Bauchkraulen (bei mir), Fellbürsten (bei mir), ansonsten fressen, schlafen, fressen, schlafen, fressen, schlafen … und Schnee im Winter

Was er nicht mag: (grrrh!) Bernhardinerhasser, frisches Gemüse, Schokolade, Maulkörbe, Zecken, Streusalz, Gluthitze im Sommer, Tierärzte, Spritzen, Zwinger, Tierheime, Treppensteigen, enge Wohnungen mit kostbarem Porzellan und Städte ohne Bäume

Persönliche Stärken: (wedelt mit dem Schwanz) Durch den Schnee stapfen, niemals frieren, Spucke durch die Gegend schlackern, Kindernasen lecken, neugierig sein auf alles!

Persönliche Schwächen: (schüttelt sich) „Hä? Was ist das?“

Lieblingsspeise: (schmatz, tropf, klecks) Als Vorspeise: Fleischsalat, Frikadellen, Würstchen
Als ersten Gang: dicke, lange Würstchen, Schnitzel, Steaks, Koteletts
Als Hauptgang: Haxen, Eisbein, Hühnchen, Spanferkel
Und als Nachspeise: Käse (am liebsten Harzer und alle Stinkekäsesorten)
In der allergrößten Not natürlich auch Hundefutter aus der Dose …

Sein Traumziel: (seufzt) Meinen Vater zu finden und Geschäftsführer einer Fleischerei zu werden.

Was motiviert bzw. inspiriert ihn: (zieht die Stirn in Falten) „Keine Ahnung. Was ist inspirieren?“

Was er auf eine einsame Insel mitnehmen würde: Zehn Säcke Trockenfutter und meinen Freund, die Robbe Robbi Williams – der kann wenigstens ab und zu auch mal Fische fangen.

Was ihm Angst macht: Wenn meine Menschen im Dunkeln noch nicht zu Hause sind.

Wen er gern einmal kennenlernen würde: Meinen Vater, Hugo vom Walde

Steckbrief Sabine Thiesler

Beruf: Geschichtenerzählerin

Was sie mag: Lesen, schreiben, träumen, kuscheln, spazierengehen, Hunde kraulen, Esel streicheln, übers Meer fahren …

Was sie nicht mag: Egoisten, Ignoranten, Tierquäler, verlorene Zeit, Chaos, Streit, Sorgen und Angst

Persönliche Stärken: Viel Geduld, viel Phantasie, viel Gefühl und Disziplin, Alleinsein können, niemals Langeweile zu haben und immer fest daran zu glauben, einen Ausweg zu finden

Persönliche Schwächen: Jede gequälte und vernachlässigte Kreatur auf dieser Welt retten und bei mir zu Hause aufnehmen zu wollen …

Lieblingsspeise: Käse mit Oliven, Knoblauch und Wein

Ihr Traumziel: Zwölf Bernhardiner und so weiterleben wie bisher

Was motiviert bzw. inspiriert sie: Jeder neue Tag

Was sie auf eine einsame Insel mitnehmen würde: Einen Koffer voller Bücher, eine Kiste mit Papier und einen Sack voller Stifte

Was ihr Angst macht: Wenn meine Hunde im Dunkeln noch nicht zu Hause sind

Wen sie gern einmal kennenlernen würde: Bernies Vater, Hugo vom Walde