Und draußen stirbt ein Vogel

Der Sommer war heiß. Der Rosmarin duftete.
Und niemand hörte ihre Schreie.

Und draußen
stirbt ein Vogel

Und draußen stirbt ein Vogel

Es ist ihr letzter Auftritt nach einer langen Lesereise. Die erfolgreiche Autorin Rina Kramer weiß nicht, dass sie schon lange verfolgt wird und der Stalker wieder im Publikum sitzt.

So ist er ihr auch völlig fremd, als er plötzlich am Tor ihres einsam gelegenen toskanischen Anwesens auftaucht und das Ferienhaus mieten will. Rina, die gerade mit ihrem Sohn allein ist und ein bisschen Abwechslung gut gebrauchen kann, willigt gern ein. Außerdem ist ihr der Mann durchaus sympathisch.

Aber der Gast benimmt sich eigentümlich und wird ihr immer unheimlicher. Bei seiner Ankunft gab er sich überrascht, dass sie Romane schreibt, doch als sie herausfindet, dass er sämtliche Bücher von ihr kennt und alles über sie weiß, bekommt sie Angst. Dabei ahnt sie noch gar nicht, was er Schreckliches plant. Als sie endlich erkennt, in welch großer Gefahr sie und ihr Sohn schweben, ist es zu spät. Und es gibt niemanden, der ihr in der Einsamkeit helfen kann.

Und dann sah sie es und hörte vor Schreck auf zu atmen: Im Regal standen zwölf Bücher. Alle nebeneinander und mit dem Titelbild nach vorn.
Ausschließlich ihre Bücher. Ihre Romane.
Er wusste also ganz genau, wer sie war.